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Artikel über Ahr

Seit langer Zeit ist dieses Anbaugebiet besonders auf Rotweine spezialisiert, was in einer der nördlichsten Weinbauregionen zwischen dem 50. und 51. Breitengrad schon erstaunlich ist. Doch unter dem Schutz der Eifelberge entwickelt sich zwischen den steilen Felswänden mit dem schmalen Ahrtal ein Klima besonderer Art. Die vorherrschenden Böden: Schiefer, Schieferverwitterung, Basalt und Grauwacke wirken als Wärmespeicher für die vielen Steillagen, die fast 90% des Gebietes ausmachen. Diese für die Bewirtschaftung schwierige Bodenstruktur hat in den letzten 50 Jahren zur Aufgabe vieler Kleinbetriebe geführt, so dass die Rebfläche inzwischen etwa um die Hälfte geschrumpft ist.


Viele kleine Terrassen prägen das Landschaftsbild und nur etwa 10% der Weinberge liegen in den Talbereichen. Der Spätburgunder dominiert die Weinberge. Mit gut 250 ha belegt er die Hälfte der Gesamtfläche. Er wird sowohl als leichter Ahrburgunder, als auch als gehaltvolle Auslese, aber auch klassisch in Barrique-Fässern ausgebaut. Daneben haben aber auch Rebsorten wie der Portugieser und die Domina-Rebe (eine Kreuzung aus Spätburgunder und Portugieser) ihren festen Platz unter den Rotweinen der Ahr.
Weniger als ein Viertel der Fläche ist mit Weißwein-Reben bestockt. Etwa die Hälfte davon belegt der Riesling. Er bringt auf den Schieferböden der Steillagen hervorragende Weine mit ausgewogenen Aromen und angenehmer Säure.


Die Nachbarschaft zu Bonn und Köln garantiert heute schon den Absatz der relativ kleinen Erntemengen aus der Fläche von etwa 500 ha. Viele der Nebenerwerbswinzer sind Ablieferer bei den Winzergenossenschaften. Weniger als 20% der erfassten Winzerbetriebe von fast 900 haben Haupterwerbs-Charakter. Die Staatsdomäne und Landeslehr- und Versuchsanstalt in Marienthal ist mit 20 ha Rebfläche der größte Betrieb im Anbaugebiet der Ahr.


Weinanbaugebiete in Deutschland


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