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Artikel über Franken
Franken zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus. Hochwertige Weine werden häufig in der Bocksbeutel-Flasche abgefüllt und die Müller-Thurgau-Rebe liegt mit ca. 50% Flächenanteil vor dem Silvaner (noch gut 20%), von dem immer behauptet wird, er sei der typische Frankenwein.
Das liegt u.a. auch an dem vorherrschenden Kontinental-Klima mit kühlen Frühjahrs- und Herbsttemperaturen und oft heißen Sommermonaten, das hier bessere Erträge und gefällige Weine hervorbringt.
Als jahrhundertealte Hampfstadt des fränkischen Herzogtums ist Würzburg auch heute noch das Herzstück des Weinbaus im Anbaugebiet Franken. Von hier aus den Main hinauf und hinunter, vom Spessart bis zum Steigerwald erstrecken sich die zum Teil weit verstreut liegenden Weinberge, die in die drei Bereiche Mainviereck, Maindreieck und Steigerwald aufgegliedert sind.
Etwa 6.000 ha groß, ist dieses Weinanbaugebiet in 23 Großlagen und 216 Einzellagen aufgeteilt.
Würzburg ist durch die drei großen Betriebe: Staatliche Hofkellerei, Juliansspital und Bürgerspital bekannt. Der andere Schwerpunkt sind die sieben fränkischen Winzergenossenschaften, die etwa die Hälfte der Jahresernte vermarkten.
Rotweinreben, fast ausschließlich Spätburgunder und Portugieser sind mit etwa 5% nur relativ schwach vertreten. Schwerpunkte gibt es in und um Klingenberg bei Aschaffenburg und im Steigerwald, wo die klimatisch begünstigten trockenen Keuperböden auch beim Weißwein die höchsten Mostgewichte erzielen.
Am Main bei den innovativen fränkischen Winzern findet man viele Neuzüchtungen, angefangen von Albalonga, Bacchus, Kerner und Ortega bis Morio-Muskat, Rieslauer und Scheurebe. Spätlesen und selbst Auslesen aus diesen Rebsorten bringen beachtliche Qualitäten hervor.
Weinanbaugebiete in Deutschland

