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Artikel über Monastrell

Mourvèdre ist eine rote Rebsorte, die vor allem in Südfrankreich verbreitet ist, aber auch in Australien und Kalifornien angebaut wird. Ursprünglich stammt diese Rebsorte aus Spanien, wo sie früher vor allem "Mataró" und heute "Monastrell" heißt. Sie wird hauptsächlich als Verschnitt genutzt, z. B. für den Châteauneuf-du-Pape und andere Weine von der südlichen Rhône. Reinsortig ausgebaut findet man sie in Frankreich nur im Bandol, in Spanien meist in den eher heißen Gebieten Jumilla und Yecla oder in den Rosè-Cavas.


Mit der hochwertigen Rebsorte waren vor dem Eindringen von Reblaus und Mehltau weite Teile Frankreichs bestockt. Sie wurde aber beim Neuaufbau nach der Katastrophe zugunsten robusterer Sorten übergangen. In Spanien ist sie dagegen an der Mittelmeerküste stark verbreitet und um Valencia die Hauptsorte. Der französische Name und damit auch die deutsche Bezeichnung leitet sich von dem kleinen alten Weinort Murviedro in der Nähe von Valencia ab. Sie wird aber auch in Katalonien angebaut. Speziell die Gran Reserva Weine aus Katalonien können über Jahrzehnte reifen. Der sehr späte Austrieb macht sie geeignet für den Anbau in heißen Gebieten und ihr Anbau ist bereits in Südfrankreich ein Risiko. Nur in Bandol findet sie das ihr gemäße Mikroklima. Weil sie in die Mischweine Festigkeit und Kern einbringt, ist sie dort wieder auf dem Vormarsch.


Dagegen ist sie in Kalifornien und Australien, wo sie seit 130 Jahren angebaut wird, auf dem Rückzug, weil dort andere Geschmacksrichtungen in Mode sind.


Mourvédre liefert einen tanninreichen, dunkelfarbigen Wein, der zur Minderung der Adstringenz einer langen Flaschenreife bedarf. Er ist so aromatisch, dass er auch zu intensiv mit Kräutern gewürzten Speisen der mediterranen Küche passt.


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