WeinWiki

Artikel über Qualitätsstufe (Wein)

[head]Die Qualität eines Weins wird durch die Farbe, den Geruch und den Geschmack bestimmt (lat: color, odor, sapor). Die Qualitätsstufen als Fachterminus werden in Deutschland und Österreich vor allem nach Mostgradationen klassifiziert.[/head] Mit den Qualitätsstufen des deutschen Weinrechts wird versucht, die subjektiven Bewertungsmöglichkeiten durch objektive Maßstäben zu ersetzen. Die auf Etiketten angegebenen Qualitätsstufen unterliegen der nationalen Gesetzgebung und sind deshalb international nur schwer miteinander zu vergleichen.


Winzer dürfen ihre Weine auch auf einer niedrigeren Qualitätsstufe deklarieren, was aus Marketing- und Imagegründen im hochwertigen Weinbau gelegentlich geschieht: ein z.B. als Spätlese deklarierter Wein kann nach seinem Mostgewicht eine "verkappte Auslese" oder gar Beerenauslese gewesen sein. Aus Alkoholgehalt und Restsüße eines Weines lässt sich hingegen rückrechnen, mit welchem Mostgewicht der Wein ehedem erzeugt wurde.


Länder, in denen die Zugabe von Industriezucker zum Most zulässig ist (Chaptalisation), klassifizieren Weine nach anderen Kriterien.


Die gesetzliche Qualitätseinstufung von Weinen anhand ihres Mostgewichtes ist durchaus umstritten und wird international zumeist anders als in Deutschland und Österreich gehandhabt: abseits der Grenzlagen des Weinbaus ist es in südlicheren Ländern normalerweise kein Problem, ausreichend süße Beeren und süßen Most zu erzeugen; dieses Kriterium der Most-Süße als Qualitätsangabe zu verwenden ist den weinbaulichen Grenzlagen um den 50. Breitengrad zuzuordnen.


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