WeinWiki
Artikel über Weinaromen
Die Aromen im Wein setzen sich aus einer Vielzahl von Duftbildern zusammen, die je nach Intensität den Duftcharakter des Weines prägen.
Die wichtigsten Aromen im Wein sind:
- Apfel
Der Duft nach Apfel ist eines der Grundmerkmale vieler Weißweine und Champagner, denn Apfel und Weintraube besitzen mit der Apfelsäure einen gemeinsamen Bestandteil. Vor allem die großen Rieslinge und Chardonnays haben ein markantes Apfelaroma im Bouquet. - Birne
Das zarte Birnenaroma, das meist mit einem Touch von Vanille verbunden ist, findet sich in vielen fruchtbetonten oder likörartigen Weißweinen und Champagnern. Besonders ausgeprägt sind Birnenaromen in Chardonnays aus dem Burgund, aber auch in gereiften Rieslingen. - Aprikose
Wie der Pfirsich, so stammt auch die Aprikose aus China. Im Wein riechen Aprikosenaromen meist etwas reifer und konzentrierter als die feinen Pfirsichnuancen. Begünstigt wird das Aroma durch die Edelfäule Botrytis cinerea. Das Aroma findet sich von trockenen Weißweinen bis hin zu edelsüßen- und Likörweinen wieder. - Pfirsich
Der duftende Pfirsich mit der seidenweichen Haut stammt ursprünglich aus China. Der feingliedrige Duft ist typisch für frische, meist junge Weißweine. Vor allem im Riesling und in einigen Champagnern sind Pfirsicharomen auszumachen, oft begleitet von einem Hauch Veilchenaroma. - Schwarze Johannisbeere
Das Strauchgewächs ist für seine tiefschwarze Frucht bekannt, deren Farbe auch bei der optischen Beschreibung von Rotweinen verwendet wird. Bei der sensorischen Prüfung gilt das Aroma als Klassiker und steht für eine natürliche Fruchtkonzentration des Weines. Das warme, fruchtige Aroma der schwarzen Johannisbeere ist in fast allen Pinot Noir-Weinen aus dem Burgund zu finden, ebenso in feinen Nuancen in einigen Cabernet Sauvignon- und Shiraz-Weinen aus der Neuen Welt. - Orange
Das erfrischende Aroma der Orange enthält auch feine Bitterstoffe, die den süßlichen Geschmack harmonisch abfedern. Typische Orangenaromen weisen edelsüße Gewächse besonders dann auf, wenn die Trauben vom Botrytis cinerea befallen waren. Zu den markantesten Gewächsen mit einem ausgeprägten Orangenaroma zählen die Grands Crus aus dem Elsass. - Pfeffer
Der Durft von gemahlenem Pfeffer findet sich fast in allen großen Rotweinen der Welt. Im Bukett erscheint der Duft meist sehr zurückhaltend und nicht scharf, wie vielleicht vermutet. In Verbindung mit den Fruchtaromen entsteht ein harmonisches Duftbild, das die Pfeffernoten dezent unterstreicht und dem Geschmack einen Touch Würze verleiht. - Muskatnuss
Das feurige und würzige Aroma der Muskatnuss wird erst beim Reiben erkennbar, verpflüchtigt sich aber meistens sehr schnell. In Holzfass oder Barrique ausgebaute Weine verfügen meist über einen Muskatton, ebenso Rebsorten wie Muskateller. - Mandel
Leichte Bittermandeltöne zeigen sich vor allem in Spätburgunder-Weinen aus Schieferböden, wie sie der Rheingau hervorbringt. In kräftigen Weißweinen oder in Rotweinen mit unreifen Tanninen lässt sich dieser Ton ebenfalls wiederfinden. - Vanille
Das Hauptgeruchsmolekül ist das Vanillin, das schon in geringer Konzentration deutlich wahrnehmbar ist. Das typische Vanillearoma findet sich vor allem in Weinen - weiß wie rot -, die in neuen Eichenholzfässern (Barriques) ausgebaut wurden. - Rosen
Die klare, intensiv duftende Flüssigkeit des Rosenwassers entsteht bei der Destillation von Rosenöl. Besonders bei Weinen mit einem blumigen Bukett wie Traminer, Gelber Muskateller, Gewürztraminer und Grauburgunder tauchen Rosenaromen auf.
- Lakritz
Lakritznoten finden sich vor allem in tanninreichen Rotweinen der klassischen Rebsorten Merlot, Cabernet Sauvignon und Pinot, die im Holz ausgebaut sind. Das trifft auf die großen Bordeaux-Weine genauso zu wie auf Rotweine aus dem Burgund und der Neuen Welt. - Honig
Das blumige Honigaroma erinnert an gedörrte Aprikosen, verbunden mit Duftnuancen von Wachs. Die feinen, leicht süßlichen Honignoten kommen in allen großen, edelsüßen und likörartigen Weinen vor und sind - sofern klar und blumig - das Merkmal einer außerordentlichen Qualität. - Leder
Leder hat einen ganz eigenen Geruch, den jeder von neuen Lederprodukten kennt. In erster Linie handelt es sich um ein Duftgemisch aus pflanzlichen Tanninen, die zum Gerben der Tierhaut verwendet werden. Der Lederduft gehört zu den so genannten tierischen Aromen und kommt vorwiegend bei älteren Weinen vor, bevorzugt aus der Rebsorte Cabernet Sauvignon.

